Cannabinoide im Überblick: CBD, CBG, CBN und THC
CBD kennt inzwischen jeder, THC sowieso – doch das sind nur zwei Namen aus einer erstaunlich großen Familie: Die Hanfpflanze bildet über 100 verschiedene Cannabinoide, und die Forschung entdeckt regelmäßig weitere. In diesem Überblick lernst du die vier wichtigsten kennen – CBD, THC, CBG und CBN –, erfährst, wie sie in der Pflanze entstehen und was davon tatsächlich in unseren CBD Blüten steckt.
Was sind Cannabinoide?
Cannabinoide sind die charakteristischen Wirkstoffe der Hanfpflanze – chemische Verbindungen, die in dieser Vielfalt in keiner anderen Pflanze vorkommen. Gebildet werden sie in den Trichomen, den harzigen Drüsenhaaren auf Blüten und blütennahen Blättern; dort entstehen übrigens auch die Terpene, die Aromastoffe der Pflanze. Ein wichtiges Detail: In der lebenden Pflanze liegen Cannabinoide fast vollständig als Säureformen vor – CBDa statt CBD, THCa statt THC. Erst durch Wärme oder lange Lagerung wandeln sie sich in ihre bekannten Neutralformen um; Fachleute nennen das Decarboxylierung. Der Name der Stoffgruppe hat übrigens eine kuriose Geschichte: Benannt wurde sie nach der Pflanze – erst später entdeckte die Forschung, dass unser Körper mit den Endocannabinoiden ganz ähnliche Botenstoffe selbst produziert und ein eigenes Endocannabinoid-System besitzt. Die Pflanzenstoffe heißen zur Unterscheidung Phytocannabinoide. Wer die Stoffgruppe systematisch erkunden will: Die Übersichtsarbeit „Phytocannabinoids: a unified critical inventory" (Hanuš et al., Natural Product Reports 2016) katalogisiert den damaligen Forschungsstand – über 100 Verbindungen.
Die vier bekanntesten Cannabinoide im Profil

CBD (Cannabidiol) ist der Star des Nutzhanfs und das dominante Cannabinoid in all unseren Produkten. Es ist nicht psychoaktiv, zeigt laut WHO-Einschätzung kein Missbrauchspotenzial und ist in Deutschland ab 18 Jahren frei erhältlich. Wie viel davon in einer Blüte steckt, liest du am Prozentwert – die Umrechnung erklärt der Beitrag CBD Gehalt und Dosierung.
THC (Tetrahydrocannabinol) ist das berühmteste Cannabinoid – und das einzige stark psychoaktive der vier: Es erzeugt das „High" von Rauschcannabis. In EU-zertifiziertem Nutzhanf ist es nur in Spuren enthalten; unsere Produkte bleiben laborbestätigt unter 0,2 %, weshalb ein Rausch ausgeschlossen ist. Rechtlich ist genau dieser Wert die entscheidende Grenze – die Einzelheiten erklärt der Beitrag Sind CBD Blüten legal? Mehr zur Abgrenzung liest du im Beitrag zur Wirkung von CBD Blüten.
CBG (Cannabigerol) trägt den Spitznamen „Mutter-Cannabinoid" – aus gutem Grund, wie der nächste Abschnitt zeigt. In reifen Blüten kommt es meist nur in kleinen Mengen vor, weil die Pflanze es größtenteils in CBD oder THC umgewandelt hat. CBG ist nicht psychoaktiv und rückt zunehmend in den Fokus der Forschung und spezialisierter Züchtungen – inzwischen existieren sogar eigene CBG-Sorten, bei denen die Umwandlung gezielt gestoppt wurde, damit das seltene Cannabinoid erhalten bleibt.
CBN (Cannabinol) ist ein Sonderfall: Die Pflanze bildet es kaum aktiv – es entsteht überwiegend als Abbauprodukt von THC, wenn dieses über lange Zeit Licht, Luft und Wärme ausgesetzt ist. Viel CBN gilt deshalb als Alterungsindikator einer Blüte – frische, gut gelagerte Ware enthält davon praktisch nichts, alte Lagerbestände deutlich mehr. Es ist höchstens schwach psychoaktiv und in Nutzhanfprodukten praktisch bedeutungslos – dort ist ja schon das Ausgangs-THC kaum vorhanden.
Wie Cannabinoide entstehen: CBGa, die Stammzelle
Der Stammbaum der Cannabinoide beginnt bei einer einzigen Verbindung: CBGa, der Säureform von CBG. Sie ist die biochemische Vorstufe, aus der Enzyme der Pflanze die drei großen Linien formen – CBDa, THCa und CBCa. Welche Linie dominiert, entscheidet die Genetik: Nutzhanf-Sorten tragen Enzymvarianten, die CBGa fast vollständig Richtung CBDa lenken – deshalb sind unsere Blüten CBD-reich und THC-arm, ganz ohne Nachbearbeitung. Rauschsorten lenken denselben Rohstoff Richtung THCa. Man kann sich CBGa also tatsächlich wie eine Stammzelle vorstellen: ein Ausgangsmaterial, viele mögliche Endprodukte – und die Weichen stellt die Sorte. Übrigens: Ob eine Pflanze als Indica oder Sativa gilt, sagt über diese Weichenstellung nichts aus – warum, erklärt der Beitrag Indica oder Sativa?
Drei weitere Namen für Fortgeschrittene: CBC, CBDV und THCV
Jenseits der großen Vier lohnt ein kurzer Blick auf drei Verbindungen, die dir in Laborberichten und Fachartikeln begegnen können. CBC (Cannabichromen) ist die dritte große Linie aus der CBGa-Stammzelle neben CBD und THC – nicht psychoaktiv und in vielen Sorten als kleine Begleitspur enthalten. CBDV (Cannabidivarin) ist der kleine Bruder des CBD mit verkürzter Seitenkette; er taucht bevorzugt in bestimmten Landrassen auf und wird wissenschaftlich zunehmend untersucht. THCV (Tetrahydrocannabivarin) schließlich ist das Pendant zum THC – in Nutzhanf praktisch nicht vorhanden. Merken musst du dir die Namen nicht: Sie zeigen vor allem, wie fein verzweigt der Stammbaum der Hanfpflanze tatsächlich ist.
Cannabinoide und Terpene: das Zusammenspiel
Cannabinoide bestimmen die Stärke einer Blüte, Terpene ihren Duft – so weit die Arbeitsteilung. Spannend wird es beim Blick aufs Ganze: Naturbelassene Blüten liefern immer ein Vollspektrum aus dominantem CBD, Spuren weiterer Cannabinoide wie CBG und CBC sowie dem kompletten Terpenprofil ihrer Sorte. In der Hanfwelt wird seit Jahren diskutiert, ob dieses Gesamtpaket anders wahrgenommen wird als isolierte Einzelstoffe – die Entourage-These, die wissenschaftlich weiter offen ist. Für uns ist das Vollspektrum vor allem ein Qualitätsversprechen: Unsere Blüten und unser CBD Hasch werden schonend verarbeitet, damit das natürliche Profil erhalten bleibt – veredelt wird nur dort, wo es draufsteht, etwa bei den Moonrocks.
Was davon steckt in unseren Produkten?
Auf dem Etikett findest du bei uns zwei Werte, und diese Auswahl hat einen einfachen Grund. CBD ist der laborbestätigte Hauptwert – von 8,28 % beim milden Gorilla Glue bis 60 % bei den veredelten Rocks. THC ist der rechtlich entscheidende Wert und liegt bei jeder Charge unter 0,2 %. Die übrigen Cannabinoide sind als natürliche Begleitspuren im Vollspektrum enthalten, aber nicht einzeln ausgewiesen – ihre Mengen sind klein und schwanken von Ernte zu Ernte, wie es bei einem Naturprodukt normal ist. Wichtig zu wissen: Jede Charge wird unabhängig analysiert, und das Analysezertifikat weist die relevanten Werte transparent aus. So weißt du immer, was du bekommst – ohne Fantasiezahlen und ohne leere Versprechen. Im Shop siehst du beide Werte übrigens auf einen Blick: Das grüne CBD-Badge auf jeder Produktkarte zeigt den laborbestätigten Gehalt, der THC-Wert steht direkt daneben auf der Produktseite – lange suchen musst du bei uns nicht.
Häufige Fragen
Machen alle Cannabinoide high?
Nein – von den bekannten Cannabinoiden ist im Wesentlichen THC stark psychoaktiv. CBD und CBG sind es nicht, CBN allenfalls schwach. Nutzhanfprodukte mit unter 0,2 % THC berauschen deshalb nicht.
Was bedeutet CBDa auf einem Laborbericht?
CBDa ist die natürliche Säurevorstufe von CBD, wie sie in der frischen Pflanze vorliegt. Seriöse Labore weisen beide Formen plus einen Gesamtwert aus – für den Produktvergleich zählt der Gesamtwert.
Ist CBG legal?
Ja. CBG ist wie CBD nicht psychoaktiv und unterliegt keinem Verbot – es kommt ohnehin nur in kleinen Mengen in unseren Blüten vor. Rechtlich entscheidend bleibt allein der THC-Wert unter 0,2 %.
Verändern sich Cannabinoide bei der Lagerung?
Ja, langsam: Säureformen wandeln sich in Neutralformen um, THC-Spuren bauen sich Richtung CBN ab, und UV-Licht beschleunigt alles. Dunkel, kühl und luftdicht gelagert bleibt das Profil monatelang stabil – wie das geht, zeigt der Ratgeber CBD Blüten richtig lagern.
Warum werben manche Shops mit CBN-Produkten?
CBN lässt sich gezielt aus gealtertem THC gewinnen und wird vor allem im Ausland vermarktet. Für Nutzhanf-Blüten spielt es keine Rolle – und Wirkversprechen dazu solltest du generell kritisch sehen: Die Studienlage ist dünn.
Hinweis: Dieser Beitrag dient allgemeinen Informationszwecken und trifft keine Aussagen über gesundheitliche Wirkungen. Unsere Produkte sind Aroma- und Genussprodukte für Erwachsene ab 18 Jahren.
